Schmoins!
Weiter ging die Reise vom schönen Hot Water Beach nach Karangahake. Dort haben wir uns erstmal in eine Hostel einquartiert und sind das kurze Stück ins Nachbardorf Paeroa gefahren. Dort wurde nämlich das sagenhafte L&P(Lemon &Paeroa) erfunden und zum Gedenken daran steht dort eine Flasche desselbigen im Riesenformat.. Bereits kurz nach unserer Ankunft in NZ hat Malte dies als sein Lieblingsgetränk erkoren und somit die Besichtigung des Ortes "wo alles begann" fest in unsere Route eingeplant. Allerdings hatten wir uns beide die Flasche etwas größer vorgestellt.
Also erstmal zurück zur Hostel, die direkt an der Karangahake Gorge (Schlucht) liegt. Die Schlucht ist durch Vulkaneruption entstanden und wurde später von den Pakehas im Goldrausch geplündert. Zahlreiche Überbleibsel aus dieser Zeit sind dort noch zu finden und wurden in die Landschaft eingegliedert. Über Brücken, alten Eisenbahnschienen und durch viel Wald kamen wir schließlich zu den Windows Walk Tunneln, wo wir uns den Weg mit Taschenlampen erleuchten mußten, bis wir zu besagten Windows kamen, von denen wir einen super Ausblick auf den Fluß und Teile der Schlucht hatten.
Weiter ging es über eine alte Eisenbahnbrücke zu einem erneuten Tunnel, der mit über einem Kilometer kein Ende zu nehmen schien. Danach ging es dann gemütlicher am Fluß entlang zurück zum Ausgangspunkt. In der Hostel angekommen konnten wir erahnen was uns am nächsten Tag erwartet.
Diesen haben wir erstmal mit einem gemütlich-ausgiebigen Frühstück begonnen bevor sich gegen 13h der Parkplatz sichtlich leerte und wir uns auf den Weg gemacht haben. Zuerst ging es zu einem alten Pumpenhaus, jetzt mehr eine Höhle, in der wir die ersten Glühwürmchen gesichtet haben. Weiter über diverse Brücken und durch viel Wald und stellenweise Schlamm kamen wir zu zwei Wasserfällen. Direkt am Fluß haben wir die erste Rast eingelegt und den uns am nächsten gelegenen Wasserfall, der direkt aus einer der zahlreichen Höhlen kam und in denen Schwalben nisteten, bewundert. Direkt danach kam der nächste Tunnel, der zum Ende hin immer schmaler und enger wurde, aber dort wurden wir dann mit der zweiten Sichtung von Glühwürmchen belohnt. Nun ging es weiter auf den richtigen Wanderweg. Bergauf, bergauf durch Dschungel, über Baumwurzeln, kleine Wasserläufe, begleitet von Vögeln die man mehr hörte als sah. Dann ein kleines Stück bergab, wo wir einen Fluß zu überqueren hatten, der keine Brücke hatte und danach wieder bergauf. Diesmal wurden wir mit einer tollen Aussicht über die Schlucht belohnt und damit das es erstmal nur bergab ging, vorbei an noch mehr Wald, Felsen und zahlreichen Manuka-Sträuchern. Kurz vor dem Ende des Weges gab es nochmals einen Fluß mit Hilfe von Steinen zu überqueren. Vorbei an vielen kleinen Wasserfällen und zahlreichen Relikten aus der Goldgräberzeit kamen wir zur letzten Brücke.
Zurück in der Hostel haben wir fein die Füße hochgelegt und uns dort von einem Lehrer aus Rotorua über unser nächstes Ziel informieren lassen.
Nach einem kurzen Abstecher durch Matamata (Hobbingen) kamen wir nach Rotorua, der größten zusammenhängenden Thermalzone der Welt und DER Touri-Ort schlechthin. Schnell war uns klar das wir hier nur 2 Tage verbringen werden. Den ersten haben wir mit einem Spaziergang am Lake Rotorua und der Gewöhnung an den Schwefel Geruch überall verbracht. Am Abend gab es ein ausgiebiges Abendessen bevor wir uns mit unseren Büchern in die Lounge geknallt haben.
Am nächsten Tag haben wir uns bereits um 9.30h auf den Weg gemacht ins Wai-O-Tapu Thermal Wonderland, knapp 30 km außerhalb Rotoruas. Das 18km² große Gelände ist die größte Thermalfläche in der Taupo Vulkanumgebung und steht unter Landschaftsschutz. Nur ein kleiner Teil davon kann begangen werden und ist übersät von Kratern, Schlammtümpeln, dampfenden Erdspalten und heißen und kalten Seen.
Als Attraktion für die Touris wird dem Lady Knox Geysir jeden Morgen um 10.15 mit etwas Bio-Seife (Seife zerstört die Oberflächenspannung) zum Ausbruch verholfen. Dieser Geysir wurde von Knastis entdeckt die diesen zum waschen nutzten, und merkten welchen Spaß man haben kann wenn man Seife reinkippt.Um dies besser nutzen zu können haben sie Felsen darum aufgebaut die sich mit der Zeit durch natürlichen Prozess dem Geysir sein Vulkanartiges Aussehen verliehen haben.
Nach dem Geysir haben wir uns dem eigentlichen Park gewidmet und sind 3 km vorbei an Kratern, Terrassen, Wasserfällen und Seen in den schillernsten Farben gewandelt, teils auf Pfaden die durch heiliges Land der Maori führten.Das Gebiet zeigt eine große Vielfalt an Farben, die von vielen Verbindungen und Elementen(z.B. Schwefel, Arsensulfid und Mangan) verursacht werden.
Der Champagnerpool ist die größte Quelle in der Umgebung und entstand durch eine Hydrothermale Explosion.Die meisten Krater entstanden durch Bimsablagerungen die im Untergrund durch Säuren aufgelöst wurden. In einem Krater nisten jetzt trotz der Schwefeldämpfe Vögel um mithilfe der Wärme ihre Eier auszubrüten. Viele Seen hatten schillernden Grün- und Blautöne (wobei je grüner das Wasser, desto mehr Arsensulfide enthält es), was schön anzusehen war.
Bevor es wieder zurück ging, haben wir uns ein Stück die Straße runter die Mud Pools angeschaut, die wie der Name schon sagt brodelnde Schlammtümpel sind.
Nach diesem ganzen Schwefel Gestinke hatten wir uns ein Bad verdient. Also haben wir uns aufgemacht ins Polynesian Spa wo wir uns in 7 Becken von Wassertemperaturen von 38-42 ° entspannen konnten. Die Becken sind alle im Außenbereich angelegt, so das wir erst eine wunderbare Aussicht über den Lake hatten und später als es dunkel wurde über die Lichter Rotoruas und die Sterne. Unheimlich entspannt sind wir zurück zur Hostel geschlendert
So sollte man öfter den Tag ausklingen lassen!.
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3 Kommentare:
Also wir wieder mit erstem Kommentar (von den Leuten, die nicht arbeiten...):wenn Ihr so weiter macht, habe ich langsam Angst,Euch nie wieder zu sehen.Bei der Landschaft würde ich auch nicht wiederkommen.Hey, so ein bißchen deutscher Herbstregen oder Altweibersommer? Na? Steigt der Neid?
Wenn ich jemals nach Neuseeland reisen sollte drucke ich, statt einen Reiseführer zu kaufen, einfach Euren Blog aus. :op
Mein Gott - diese Bilder ! Fantastisch
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